Jochen Schnepf   Bildender Künstler und Medienproduzent

Über Mich

Meine Kunst ist in erster Linie angewandte Forschung
Jochen Schnepf als Kind

Kunst ist für mich der Zugang zu Erkenntnissen, bei denen das kausale, das lineare Denken versagt. Intuition und Assoziation entziehen sich nur zu gerne unserer Kontrolle. Wir sprechen dann von "das fühlt sich gut an" oder von "ich hatte gleich so eine Ahnung". Einsichten, für deren Erklärung uns schlicht die Worte fehlen.

Mein Forschungsraum liegt zwischen Bewusstsein und Unterbewusstem. Ein Raum für angewandte Forschung. Im Alltag kennen wir als Beispiel den orientierungslosen Zustand beim Aufwachen, wenn wir für einen kurzen Moment keinen Plan haben, ob die Story grade real ist oder ein Traum.

Diesem vor der Welt verborgenen Wissen will ich eine Gestalt geben. Jedes Projekt, jedes Bild erweitert meinen visuellen Wortschatz – was nicht zwangsläufig heißt, dass ich mich deshalb besser mitteilen könnte. Eine Expedition in das Menschsein, die niemals enden wird. Und wissen Sie was?

Das ist gut so.

Ich bin bildender Künstler und Medienproduzent. Als ich mich bei einer Veranstaltung mal so vorgestellt habe, meinte mein Gegenüber "geile Mischung!". Ich sollte es hier womöglich salonfähiger formulieren, aber ehrlich gesagt: Das finde ich auch!

Wenn Künstler von Komposition, Bildrezeption und Semantik sprechen, dann finden sich dieselben Themen unter anderen Vorzeichen auch in Werbeagenturen, da heißen die Leute dann eben "Art Director" oder "Head of Creation". Der Unterschied: Künstler genießen schöpferische Freiheit, Werber arbeiten im definierten Auftrag.

Kunst verstehe ich deshalb auch als Labor, als einen Raum für freie Experimente. Die dort gewonnenen Einsichten und Fertigkeiten kommen durchaus meinen kommerziellen Kunden zugute. Nie absichtsvoll, aber immer willkommen. Umgekehrt findet manche kommerzielle Arbeit unerwartet ihr Echo in der freien Kunst.

Diese Durchmischung zu leben, empfinde ich als wunderbar. Mit einem Bein in der Kommunikation und dem anderen in der Kunst zu stehen, hilft mir, das Gleichgewicht zu wahren. Aber was erzähle ich Ihnen viel . . .

Darf ich Sie zu einem kleinen Rundgang einladen?