Die Pixel

Die Farben sind zurück ...

... und die Fragestellungen sind grundsätzlicher Natur.

Rot - Grün - Blau. Die Pixel, aus denen sich jedes digitale Bild zusammensetzt. Rot ist Feuer, Grün ist Wald, Blau ist Wasser. Ohnehin bereits abstrahierte Bilder werden weiter aufgelöst, werden so lange dekonstruiert, bis reine Farben verbleiben: Die Pixel sind die semantische DNA eines Bildes. Lebende Zitate, die immer noch zum Bild gehören, auch wenn Sie es längst überwunden haben. Ein Akt der Befreiung.

 

Machen Sie wirklich das Bild aus?

Soll ich den Farbenlehren von Goethe bis Itten folgen oder doch lieber "mein eigenes Farb-Ding" machen? Wozu überhaupt diese Fragen?

Wegen dem Mensch-Sein womöglich. Wegen der vielen Realitäten.

Wir sitzen alle im selben Kino, aber jeder sieht seinen eigenen Film.

Die Pixel werden erwachsen

Im August 2019 durfte ich in Geisenheim am Rhein ausstellen. Da haben mir die Pixel gezeigt, dass sie erwachsen werden. Sie lassen mich los und gehen in die Welt.

Der Veranstalter hatte zwei Künstler eingeladen. Den Maler und Comiczeichner Michael Apitz und mich. Jeder eine Wand für seine Werke, die Hängung der dritten Wand haben wir entspannt auf uns zukommen lassen.

Für die Position von Tatorte Kunst 2018 hätte es so oder so nicht gereicht. Das blaue Propriano mit 140 x 140 cm, dazu wenigstens 10 m2 Wand für die Pixel: Unmöglich. Die Improvisation hat mich trotz aller Vorahnungen selbst überrascht: Die Pixel können perfekt alleine! Zwei klassische Formate wären ein Nebeneinander geworden, vielleicht sogar ein Gegeneinander. Auf jeden Fall banal.

Liebe Fee, ich wünsche mir mutige Menschen, denen ich die Räume verpixeln darf.

Tatorte Kunst 2018

Gemeinsame Werkschau mit Nora Katthöfer und Sylvia von Bernstorff